...Am 23.03.2014 ging es nach langer Planung und großer Vorfreude endlich los! Gegen 19 Uhr fanden sich insgesamt 37 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9 und 10 und die Begleitpersonen Herr Kaiser, Frau Zöller und Frau Seeger am Parkplatz der Schule ein.Unser Bus stand schon bereit und unser Busfahrer Herbert verstaute das Gepäck während aufgeregt Plätze im Bus besetzt wurden und letzte Abschiedsszenen beobachtet werden konnten. Nach einem letzten Durchzählen ging es dann endlich los in Richtung Autobahn. Die lange Fahrt bis zur Fähre versüßten sich die Schülerinnen und Schüler mit mitgebrachten Snacks, Musik und gegen später auch mit etwas Schlaf. Die Aufregung und Freude war wirklich riesig. Wie würde alles werden? Sind die Gasteltern nett? Kann ich mich verständigen? Wird das Wetter gut? Reicht mein Geld? Bekomme ich auch kein Heimweh? Diese Fragen boten viel Anlass zum regen Austausch unter den Schülern und so ging auch die Fahrt mit der Fähre im Nu vorüber. Glücklicherweise wurde keiner seekrank und die letzte Etappe bis London konnte in Angriff genommen werden.Unsere erste Station war die Tower Bridge, an der uns Herbert absetzte. Das Wetter war auf unserer Seite und so konnten die ersten Fotos geknipst werden und trotz Müdigkeit war die Begeisterung riesig. Nach kurzer Orientierung wurde ein Treffpunkt vereinbart und die Schüler und Lehrer hatten Zeit die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Nachdem alle realisiert hatten, dass sie jetzt wirklich in London angekommen waren, stand die erste U-Bahn Fahrt an. Es begeisterte alle, in welch kurzem Zeitabstand die Bahnen in London fahren. Unser Ziel war Covent Garden. Hier gab es unzählige teils überdachte Stände mit allerlei Souvenirs, Kleidung, Schmuck und Kitsch und Krempel. Auch hier konnten sich die Schüler frei bewegen und einige nutzten die Zeit um das typische „Fish & Chips“ zu probieren oder die ersten Mitbringsel für die Daheimgebliebenen zu besorgen. Anschließend ging die Tour zu Fuß weiter bis zum Trafalgar Square. Hier war bereits die große Müdigkeit einiger Schüler zu spüren, die vor lauter Aufregung kaum im Bus geschlafen hatten.Am Abend sollten wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bromley fahren, ein Vorort von London, in dem unsere Gastfamilien wohnten. Daher war der nächste Stopp bei der U-Bahn Haltestelle Charing Cross, wo wir uns informierten, wann und wie wir am besten fahren mussten, um pünktlich auf unsere Gastfamilien zu treffen. Im Anschluss war noch genug Zeit, um rund um den Piccadilly Circus die vielen Shoppingmöglichkeiten zu nutzen.Die erste Fahrt nach Bromley war ziemlich abenteuerlich. Auf Grund falscher Informationen rannten wir 40 Personen zunächst zwischen diversen Gleisen hin und her und stiegen dann auch noch in die falsche Bahn, so dass wir nach unserer Ankunft noch einmal quer durch Bromley laufen mussten. Ein Wunder, dass keiner verloren ging, was sicherlich auch auf die große allgemeine Müdigkeit zurückzuführen war. Etwas verspätet kamen wir schließlich am vereinbarten Treffpunkt an, wo die Gastfamilien und unsere Betreuerin vor Ort, Jenny, schon warteten. Schnell wurden die Schüler mit ihren Familien zusammengeführt und waren daraufhin erstaunlich schnell verschwunden. Erschöpft aber glücklich fielen alle in einen tiefen Schlaf, denn am nächsten Tag sollte es sehr früh bereits wieder los gehen.Gegen 8 Uhr trafen sich alle wieder am Treffpunkt. Alle Schüler wurden pünktlich von ihren Familien gebracht und alle tauschten sich aufgeregt über ihre ersten Erlebnisse in ihren Familien aus. Wir Lehrer waren sehr erfreut, dass es allen prima ging und sich alle wohl gefühlt hatten. Mit unserem Bus ging es nun wieder in Richtung Tower, wo wir unsere Stadtführerin treffen sollten, die mit uns eine dreistündige Stadtrundfahrt in unserem Bus machte. Das war für alle sehr interessant und wir konnten viele spannende Dinge erfahren. Zum Beispiel, dass die australische Botschaft in London in einem Harry Potter Film zu einer Bank umfunktioniert wurde. Außerdem fuhren wir an typischen Sehenswürdigkeiten vorbei wie Buckingham Palace, Horse Guards Parade, Westminster Abbey und berühmten Gebäuden wie dem „Gherkin“, einem modernen Hochhaus in Form einer Gurke.Nach drei Stunden im Bus waren alle froh, dass als nächstes der Besuch des Towers anstand. Die Kronjuwelen faszinierten alle und die ganze Geschichte rund um dieses Wahrzeichen war für alle interessant. Erinnerungsfotos wurden geschossen, Souvenirs gekauft.Da Bromley selbst auch ein relativ großes Städtchen ist, hatten wir beschlossen, den Nachmittag dort zu verbringen. Herbert brachte uns zu der recht großen Einkaufsstraße und dort hatten die Schüler wieder Zeit, die Gegend auf eigene Faust zu erkunden. Auch Bromley hatte eine große PRIMARK Filiale zu bieten, so dass sich alle bestens die Zeit vertreiben konnten. Mit vollen Einkaufstüten wurden die Schüler am Abend wieder von ihren Gasteltern in Empfang genommen.Am Mittwoch stand uns ein Tag mit viel Programm bevor. Gestartet wurde im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds. Die Schüler hatten großen Spaß sich mit ihren Idolen fotografieren zu lassen und waren erstaunt wie detailgetreu die Figuren teilweise sind. Von Madame Tussauds ging es direkt weiter zum London Eye, dem Riesenrad, das ursprünglich für den Jahreswechsel zum Millennium aufgebaut wurde. Dort konnten die Schüler eine Runde fahren. Eine Fahrt dauert ca. eine halbe Stunde und der Ausblick über die ganze Stadt war überragend. Auch die Nähe zu Big Ben ermöglichte allen eine tolle Fotokulisse. Doch leider spürten wir an diesem Tag das typische englische Wetter und das eigentlich geplante Bummeln durch China Town wurde auf Grund des Regens abgekürzt. Auf der Oxford Street, der größten Einkaufsstraße Londons, hatten alle bis zum Abend die Möglichkeit sich aufzuwärmen, etwas zu essen und natürlich wieder zu shoppen.Im Dominion Theatre schauten wir uns am Abend das Musical „We will rock you“ an. Das berühmte Musical um die Band Queen war für viele das Highlight der ganzen Londonfahrt. Manche Schüler hatten sogar das Glück in der ersten Reihe sitzen zu dürfen. Die Geschichte und die hervorragenden Stimmen der Sänger begeisterte uns alle und die Müdigkeit, die alle vor Beginn der Vorstellung spürten, war wie weggeblasen. Immer noch fasziniert und geplättet von den Eindrücken machten wir uns nach der Aufführung wieder mit der Bahn auf den Heimweg. Dieses Mal ging alles gut und wir kamen pünktlich und ohne Umwege in Bromley an, wo uns unsere Familien am Bahnhof abholten.Der Donnerstag war bereits unser letzter Tag in London. Die Schüler und Gastfamilien verabschiedeten sich ausgiebig und auch hier war zu spüren, wie herzlich wir alle empfangen wurden. Unter den Schülern war die Stimmung gemischt. Einerseits freute man sich auch wieder auf zu Hause, andererseits hätte man ruhig auch noch ein oder zwei Tage länger in London verbringen können. Herbert fuhr uns zu einem Park & Ride Parkplatz von wo aus wir nochmals in die Innenstadt fuhren, da wir erst abends die Heimreise antraten. Heute stand am Vormittag eine Bootsfahrt auf der Themse an. Das Wetter spielte zum Glück mit und wir konnten nochmals einen tollen Eindruck von der Stadt gewinnen. Endstation der Bootstour war einmal mehr der Tower. Dort angekommen schmiedeten wir Pläne für die kommenden Stunden bis zur Abfahrt Richtung Heimat. Schnell war klar, dass einige Jungs sich gerne das Wembley Stadion anschauen wollten. Diese 11 Jungs machten sich nach Anweisungen unsererseits mutig ganz alleine auf den Weg nachdem wir einen Treffpunkt für den Nachmittag ausgemacht hatten. Die restlichen Schüler machten sich mit uns auf den Weg in Richtung Tate Modern, dem weltweit größten Museum für moderne Kunst. Nachdem wir uns ausgiebig die aktuelle Ausstellung angeschaut hatten ging es weiter zur Westminster Abbey. Schon von außen ist diese Kirche wirklich bombastisch. Beim Anblick von außen sollte es auch bleiben, der Eintritt war uns einfach zu hoch. Ein letztes Mal bekamen die Schüler noch ein bisschen Zeit die Umgebung alleine zu erkunden bevor wir uns mit allen trafen um zu unserem Bus zu fahren. Pünktlich fanden sich alle am Treffpunkt ein, auch unsere Jungs, die erfolgreich gleich beide Fußballstadien besucht hatten. Am Busparkplatz angekommen plünderten wir noch den dortigen Supermarkt um eine in jeder Hinsicht angenehme Rückreise zu haben. Mittlerweile war ein zweiter Busfahrer angekommen, der mit uns gemeinsam zurückfahren sollte. Das war sehr praktisch, so mussten wir keine längeren Pausen machen. Alles ging gut, die Fahrt mit der Fähre empfanden manche allerdings als weniger angenehm wie bei der Hinreise. Alle waren froh als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Früher als geplant bog unser Bus Am Freitagmorgen in die Adalbert-Stifter-Straße ein und erschöpfte aber glückliche Schülerinnen und Schüler wurden entweder abgeholt oder machten sich zu Fuß auf den Heimweg.Eine wirklich tolle Woche ging an dieser Stelle zu Ende. Eine Woche voller neuer Eindrücke und Herausforderungen. Eine Woche, in der sich alle nochmal anders kennenlernen konnten. Und zum Glück eine Woche ohne Unfälle, Verluste oder Probleme. Wir waren wirklich eine tolle Truppe, an dieser Stelle auch nochmals ein großes Lob an unsere Schülerinnen und Schüler, auf die wir uns in diesen Tagen voll und ganz verlassen konnten und die uns diese Reise ebenfalls unvergesslich machten.
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Online-ZeitungAusgabe 1 |
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08.05.2014 |
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